
Klangpark
Der Freizeitpark Killesberg in Fußnähe zum Theaterhaus wird zum Klangpark. Poetische, verspielte, reflektierende, konfrontative Klanginstallationen verwandeln den Park in ein Kunstereignis. Die offizielle Eröffnung des Klangparks findet am 17. Juli um 17.30 Uhr statt. Das Klangerlebnis beginnt jedoch schon zu Beginn des Festivals am 14. Juli auf dem Weg der Besucher ins Theaterhaus: Auf dem Platz vor dem Theaterhaus ist eine open air Resonanzinstallation zu hören, die eine Verbindung vom Theaterhaus zum Klangpark schafft.
Klangkünstler Andres Bosshard Schweiz Klangturm mit einer Klangverwirbelung von Aufnahmen von Festivalkonzerten, zwei Klangseen, Klanglichtung mit Pendel in Zusammenarbeit mit Lorenzo Brusci Italien
Erwin Stache Deutschland Bodenhülsenorgel, Seeklang, Schallwand und Zug, 83,7 Kilo Ohm, Klangkästen
Andreas Oldörp Deutschland Klangfeld zwischen der Kapelle und der „Hammerbacherhütte“
Sam Auinger Österreich / Bruce Odland USA Resonanzinstallation am Theaterhaus
Carsten Seiffarth Kurator
Klänge und Räume entdecken
Sechs internationale Künstler entwickeln für den Höhenpark Killesberg Klangkunstwerke, die die Besucher in eine Welt der Poesie und der Meditation, des Abenteuers und der Reflexion entführen. Die Klangkunstwerke sind optimal in die Landschaft integriert und lassen den Park neu erleben. Sie heben besondere Orte des Parks hervor, erzählen dabei dessen bewegte Geschichte und präsentieren die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten in der Welt der Neuen Musik. Die Installationen laden zum Hören und zum Sehen, zum Berühren und Ausprobieren ein. In die Entwicklung und Realisierung einzelner Klangkunstwerke werden Schüler und Studenten einbezogen. Zusammen mit den Künstlern stellen sie in Workshops während des Festivals die selbständig klingenden Räume und Objekte des Klangparks her und werden Teil der Gesamtinszenierung. Der sommerliche Park verwandelt sich so in ein lebendiges, sinnliches Kunstereignis, das jeden einzelnen Besucher zur Entdeckung und bewussten Wahrnehmung seiner Umwelt animiert.
Das künstlerische Konzept
Das Ziel des Klangparks ist es, eine bewusste Wahrnehmung der gebauten Parklandschaft zu erzeugen. Der Killesbergpark ist ein einzigartiger Ruhepol in der Stadt und zieht Familien, Gruppen wie auch Individualisten an. Er bietet Raum für Ruhe und Erholung wie für Erlebnis und Begegnung. Er steht für Ästhetik und die Kunst des Gartenbaus. Er hat seine eigene Geschichte – vom Steinbruch über einen NS-Musterpark zur Erlebnislandschaft mit Lichterfest und Tierwiese. Nun wird er Spielort des World New Music Festivals. Die Klanginstallationen reflektieren diese vielfältigen Bedeutungen und Möglichkeiten im Park und machen Lust, sie neu zu entdecken. So findet der Besucher zum Beispiel eine Oase der Ruhe, die ihm vielleicht vor der Installierung der Klanglichtung nicht aufgefallen wäre. So wird die Besucherin beim Besteigen des Klangturms neugierig auf die Welt der Neuen Musik, die in sphärischen Klängen den Turm umweht. Oder Besucher kommen miteinander ins Gespräch, wenn sie auf dem Klangspielplatz verschiedene Klänge selber erfinden.
Innovativ und publikumsnah
Im Klangpark Killesberg wird die Idee von „grenzenlos“ auf eine einzigartige Weise umgesetzt. Klangkunst arbeitet an der Grenze zwischen Musik, Bildender Kunst und Performance und bezieht dabei neueste mediale Techniken ein. Es ist ein Gesamtkunstwerk, das dem Betrachter unmittelbar zugänglich ist. Jeder einzelne Besucher kann die Klangräume direkt und ohne spezielles Vorwissen erleben.
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