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Global Interplay
Klangpark
Short Cuts
N[you]
N[you]
Musik in der vernetzten Welt

Kinder- und Jugendkongress
Stuttgart, 24. bis 28. Juli 2006


in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt


Der Kinder- und Jugendkongress »N[you]–Musik in der vernetzten Welt« bietet Workshops und Seminare für Schüler an, die mit dem World New Music Festival und dessen Thema »grenzenlos« eng verbunden sind: Eine Woche lang können sich Schüler aller Schularten mit den Themen der gegenwärtigen Musik beschäftigen, Konzerte gestalten, Instrumente bauen, komponieren, Klanginstallationen kreieren, mit Komponisten arbeiten. Die Begegnung mit jungen Künstlern aus der ganzen Welt bietet den Kindern und Jugendlichen Einblick in die künstlerische Arbeit im Medienzeitalter. In den begleitenden Konzerten präsentieren sich u. a. die Kongressreferenten sowie Schul- und Musikschulorchester Baden-Württembergs mit der Interpretation prämierter Werke des Wettbewerbs »Neue Musik für Schülerorchester«.


Teilnahme

Die Schüler nehmen vom 24. bis 28. Juli 2006 täglich mindestens an zwei Arbeitsphasen teil. Ein Workshop oder Seminar umfasst, wenn nicht anders angegeben, eine Arbeitsphase von ca. zwei Stunden. Die Zeiten der einzelnen Veranstaltungen werden nach den Wünschen der Referenten und Teilnehmer festgelegt, jedoch meist zwischen 9 und 14 Uhr liegen. Schüler aus Baden-Württemberg müssen dazu vom regulären Schulunterricht befreit sein. Schulklassen können den Kongress im Rahmen einer Projektwoche besuchen. Die Abende stehen für Konzertbesuche zur Verfügung.
Am Freitag, den 28. Juli 2006 wird es zwischen 11 und 17 Uhr Präsentationen der verschiedenen Workshops und Seminare geben.
Vorträge, die sich vor allem an Erwachsene richten, und offene Proben begleiten den Kongress. Die genauen Termine der einzelnen Vorträge werden noch bekannt gegeben.


Anmeldung

Anmelden können sich Lehrer/Gruppenleiter mit ihren Schulklassen, AGs, Chören oder Instrumentalgruppen. Für einige Angebote sind auch Einzelanmeldungen möglich. Bitte schreiben Sie bis zum 17. März 2006 eine E-Mail an nyou@mdjstuttgart.de. Bei der Anmeldung gilt: »Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – first come, first served«.
Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie nähere Informationen zu den von Ihnen gewählten Veranstaltungen. Einige Referenten werden mit den Teilnehmern bereits vor dem eigentlichen Kongress Kontakt aufnehmen, um auf ihren Workshop oder ihr Seminar einzustimmen, den organisatorischen Ablauf zu klären und wenn nötig Einzelheiten vorzubereiten.



Angebote

Für alle Altersgruppen möglich

Bernhard König : Parlee-Vuu Ausländisch? Ein Sprachmischmaschmusiktheater. Ausgangsmaterial für dieses gemeinsam entwickelte Musiktheater sind Sprachen der Schüler und internationaler Gäste. (»Multikulturelle« Gruppe erwünscht, zwei Arbeitsphasen täglich.)

Volker Staub : Mikroskopische Musik / Mikrointervalle auf selbst entwickelten und traditionellen Instrumenten. Workshop.

Volker Staub : Schon gehört? / Stille, Umweltgeräusche und Klangkunst. Seminar.

Tadahiko Yokogawa : Cheap access to my own electronic music / Workshop (Englischkenntnisse der Teilnehmer erforderlich)

Xenia Hu, Christian Utz : Pong Ping / Workshop zu Spieltechnik und Klangästhetik chinesischer Instrumente. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu europäischen Instrumenten.
Xenia Hu, Christian Utz : Gemischt / Seminar zu neuen Kompositionen für gemischte Ensembles aus chinesischen & westlichen Instrumenten – Ästhetik & Techniken.

Astrid Schmeling & Matthias Kaul : Kinderkompositionsprojekt / Kinder erhalten eine Woche lang täglich eine Stunde Einzelunterricht. Die entste henden »Miniaturen« werden am Ende der Woche durch ein Profi-Ensemble aufgeführt. Erwachsene dürfen im Unterricht hospitieren.


Für Schüler von 7 bis ca. 12 Jahren

Stefan Pohlit : SEMÂ / In dem Workshop tanzen, spielen und singen Kinder ein türkisches Ritual aus dem Orden der tanzenden Derwische / In Zusam menarbeit mit dem türkischen Musikverein Mannheim. (Zwei Arbeitsphasen täglich, erste Vorbereitungen für den Workshop bereits ab Frühjahr 2006)

David Kuckhermann : Trommeln mit David / Workshop zu afrikanischen und kubanischen Rhythmen auf Congas / Percussion Ensemble für eine Schulklasse (ab Klasse 4).


Für Schüler von 12 bis 16 Jahren

Erwin Stache : Musik fällt aus / Workshop im »Klangpark Killesberg« Schüler und Schülerinnen nehmen an einer außergewöhnlichen Klangexpedition teil: Das kleine Einmaleins dient als Vorlage für eigenwillige Melodien. Metallstäbe dienen als Sensoren, die bei Berührung klingen. Telefone und Sampler, singende Digitaluhren, schreiende Bücher und vieles mehr können zum Einsatz kommen. (Zwei Arbeitsphasen täglich.)

Robin Hoffmann : Ich höre was, was Du nicht hörst / Mit dem Hören ist zunächst jeder für sich allein, beim Austausch mit anderen stellen sich Fragen: Wie lassen sich meine Höreindrücke in Worte fassen? Kann man Musik überhaupt beschreiben? Konzertbesuche werden vor- und nachbereitet, Ergebnisse in einer Podiumsdiskussion oder einer Radiosendung präsentiert. (Kurszeiten nachmittags und abends.)

Bob Bates : Alles Schrott / Musikinstrumente aus Alltagsgegenständen, Abfall und Schrott
Bob Bates : »schräge« und »gerade« Töne / Musik aus der Heimat der Schüler einer »normalen« deutschen Schulklasse
(besonders für Schülergruppen 7.-9. Klasse gemischter kultureller Herkunft, Englischkenntnisse erforderlich)


Für Schüler ab 16 Jahren


Martin Schüttler : Der elektronische Blickwinkel / Workshop zur Verbindung elektronischer Klänge mit Instrument und Stimme. (Zwei Arbeitsphasen täglich.)

Gerhard Stäbler & Kunsu Shim : futuressencexxx / In dem Musiktheater-Workshop improvisieren und »komponieren« die Teilnehmer große Teile eines Stücks selbst. Grundlage sind futuristische Texte für Theaterstücke, eine von Gerhard Stäbler im ZKM realisierte Tonbandkomposition und Performancewerke von Kunsu Shim. (Zwei Arbeitsphasen täglich.)

Leif Brush : Weltweites Lauschen / Workshop in Natur- und Windbeobachtung in Echtzeit-Audio-Streaming.
Leif Brush : Klangkunst im Internet / Seminar (Jeweils Englischkenntnisse der Teilnehmer erforderlich, möglichst Erfahrung mit Computer und neuer Technologie.)

David Kuckhermann : Worldwide Percussion / Seminar zur Erforschung der Hintergründe und Besonderheiten verschiedener Trommelkulturen: Indien, Mittlerer Osten, Afrika, Südamerika und Europa.

Dietrich Heissenbüttel : GI / Das Seminar führt die Jugendlichen mit Teilnehmern des internationalen Kompositionsworkshops GLOBAL INTERPLAY (der in Ägypten, China, Deutschland, Ghana und USA stattfindet) zusammen, um über spezifische Fragen der unterschiedlichen Kulturen zu sprechen.

Reinhard Schulz : Reporter / Die Gruppe beobachtet den Kongress, interviewt Komponisten sowie jugendliche und erwachsene Kongressteilnehmer und fasst die Recherchen in journalistischen Beiträgen zusammen. (Eventuell zwei Arbeitsphasen täglich.)

Helmut Bieler-Wendt : Workshop / Mitglieder des »Global Village Ensemble« arbeiten im Rotationsverfahren mit Jugendlichen – to be performed. Verschiedenste Instrumente können mitgebracht werden. Noten lesen zu können ist hilfreich, aber nicht Bedingung.

Ferdinand Richard : »Kultur von allen« statt »Kultur für alle« –culture production instead of culture distribution / Seminar zum Thema Kulturpolitik. (Seminarsprachen: Englisch oder Französisch in Abhängigkeit von den Sprachkenntnissen der Teilnehmer)



Begleitende Vorträge für Jugendliche und Erwachsene

Ferdinand Richard : Following the gang or doing it my way (Englisch)

Bob Bates : Multikulturelle Kunstpädagogik im Zentrum von Los Angeles (Englisch)

Alexander Schwan : Sex‘n Pop – eine Gefahr für Jugendliche oder Kult(ur)?

Volker Staub : Acht Erfinder klingender Kunstwerke / Vortrag und Buchpräsentation

Xenia Hu, Christian Utz : Original und Fälschung / Beurteilungskategorien der »traditionellen« und »neuen« Musik Ostasiens

Helmut Bieler-Wendt : Peter Kowalds Idee des Global Village als Basis einer gemeinsamen interkulturellen Musiksprache

Leif Brush : Windwitnessing, eine künstlerisch-technologische Vision (Englisch)

Bernhard König : Sprachverwirrung als Chance / Interkulturelles Musiktheater



Offene Proben

»Global Village Ensemble Stuttgart« / Ein interkulturell besetztes Improvisationsensemble erarbeitet in öffentlichen Proben ein am Ende des Kongresses präsentiertes Konzertprogramm – die Überwindung von Babel? Mit Gesprächsmöglichkeit.



Konzerte mit Schülern als Interpreten oder besonders angesprochenes Publikum

World Percussion. Eine perkussive Reise durch die Trommelkulturen der Welt mit David Kuckhermann

Neue Musik für Schülerorchester. Aufführung der prämierten Werke des Wettbewerbs durch Schul- und Musikschulorchester aus Baden-Württemberg

UA von Michael Beil, Nkeiru Okoye und Samir Odeh-Tamimi. Eberhard-Ludwigs-Gymnasium und Partnerchöre aus San Luis Obispo und Kairo

Sowie weitere Konzerte im regulären Programm des World New Music Festivals u. a. mit dem ensemble modern, indischer Musik usw.



Änderungen vorbehalten

 

 

 

 

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