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| Ihr Kontakt für Pressefragen und Akkreditierung Petra Heinze PR Filderstraße 45 70180 Stuttgart Tel.: 0711 65 66 315 Fax: 0711 65 66 316 petraheinze.pr@t-online.de _________________________________ Presseinformationen [Bestand 8. März 2006: 7 Texte] Pressemitteilung vom 22. Februar 2006 Dritte GLOBAL INTERPLAY Konferenz im Rahmen von MaerzMusik in Berlin Vom 14. bis 18. März 2006 findet in Berlin im Rahmen des Festivals MaerzMusik die dritte Konferenz des interkulturellen Kompositionsworkshops GLOBAL INTERPLAY statt. Angehende Komponisten aus Ägypten, China, Deutschland, Ghana und den USA lernen sich persönlich kennen und tauschen sich über ihr künstlerisches Schaffen aus. Die Konferenz wird veranstaltet von Musik der Jahrhunderte in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt und der Universität der Künste Berlin und ist Teil des im Juli in Stuttgart mit dem Thema »grenzenlos« stattfindenden ISCM World New Music Festivals. Mit einem öffentlichen Konzert in der Universität der Künste wird die Berliner Konferenz mit dem Thema »Intonation und Transformation« am 14. März um 20 Uhr eröffnet. Das Ensemble Adapter spielt Werke der GLOBAL INTERPLAY-Teilnehmer Bassam Nour-Eddien, Wael Sami, Huckleberry John Hodge, Sun Chang und Lu Mang. An den folgenden beiden Tagen referieren die jungen Komponisten zu den Themen »Annäherungen an Intonation« und »Wandlungsphasen«. Der Komponist und Mentor der Berliner Gruppe Walter Zimmermann moderiert die Schlussdiskussion. Am 17. März um 16 Uhr findet ein Konzert mit Werken der Mentoren Wenchen Qin und Shi-Rui Zhu aus China, Amr Okba aus Ägypten und Marcelo Toledo aus Argentinien/USA und weiterer Teilnehmer im Rahmen von MaerzMusik statt. Der Komponist Oliver Schneller moderiert die abschließende Podiumsdiskussion mit dem Titel »Komponieren im interkulturellen Dialog« am 18. März von 11 bis 13 Uhr im Haus der Berliner Festspiele. Die Konferenz in Berlin ist das dritte von fünf Zusammentreffen in den beteiligten Städten, zu denen jeweils Delegierte aus den anderen Teams eingeladen werden. Die nächste Konferenz findet vom 24. bis 28. Mai in New York statt. Musik der Jahrhunderte sieht das Projekt als einen Beitrag zum Dialog der Kulturen, der heute überall eingefordert wird. Das Projekt GLOBAL INTERPLAY wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung, der DaimlerChrysler AG und der Ernst von Siemens Musikstiftung, während die Berliner Konferenz vom Hauptstadtkulturfonds getragen wird. Weitere Informationen unter www.berlinerfestspiele.de. [Seitenanfang] _________________________________ Pressemitteilung vom 3. Februar 2006 Zweite Konferenz des interkulturellen Kompositionsworkshops GLOBAL INTERPLAY in Kairo Vom 12. bis 17. Februar findet die zweite GLOBAL INTERPLAY-Konferenz in Kairo/Ägypten statt, bei der sich angehende Komponisten verschiedener Länder persönlich kennen lernen und über ihr künstlerisches Schaffen nachdenken. Auf dem Programm stehen Vorträge von deutschen und ägyptischen Referenten, Beiträge Studierender aus China, den USA und Ägypten, Praxisworkshops zu arabischer Musik sowie zwei Konzerte. Letztere finden am 13. und 15. Februar in enger Kooperation mit der Oper von Kairo statt. Durch Vermittlung von Musik der Jahrhunderte, Initiatorin von GLOBAL INTERPLAY, spielen sechs junge Interpreten der Stuttgarter Musikhochschule unter der Leitung von Hans Christoph Bünger sowie ägyptische Solisten 20 Werke der an GLOBAL INTERPLAY beteiligten Komponisten. Die Vorträge der eingeladenen Referenten Oliver Schneller (Komponist) und Rolf Elberfeld (Japanologe) aus Deutschland sowie Azza Madian, Safwat Kamal und Shaima Salah aus Ägypten beschäftigen sich mit den Themen Folklore, Migration und Pluralität der Modernen sowie ihrem Einfluss auf Kreativität und künstlerisches Schaffen heute. In Arbeitsphasen, die jeweils von einem teilnehmenden Studenten aus Ghana, China, der USA und Ägypten geleitet werden, beziehen die Teilnehmer diese Aspekte auf die Situation der Komponisten in verschiedenen Kulturkreisen. Neben den Mitgliedern der GLOBAL INTERPLAY Gruppe aus Kairo und ihrem Mentor Amr Okba werden Huan Liu und Huang Lei aus China, Victor Adan aus New York, Benedict Sackey und Kofi Ansah aus Accra sowie Nils Günther aus Berlin an der Tagung teilnehmen. Musik der Jahrhunderte hat den interkulturellen Workshop GLOBAL INTERPLAY im Vorfeld des ISCM World New Music Festivals ins Leben gerufen, das sie im Juli mit dem Thema »grenzenlos« in Stuttgart veranstaltet. GLOBAL INTERPLAY richtet sich an angehende Komponisten aus fünf Kulturwelten mit völlig unterschiedlichen Musiktraditionen der afrikanischen, europäischen, arabischen, amerikanischen und chinesischen Welt: Seit Mai 2005 treffen sich jeweils ca. acht angehende Komponistinnen und Komponisten in Accra, Beijing/Shanghai, Berlin, Kairo und New York. Betreut von je einem Mentor reflektieren sie die eigenen kulturellen Wurzeln, arbeiten mit den verschiedenen medialen Möglichkeiten zeitgenössischer Komposition, lernen die Kultur der Partner-Teams kennen und diskutieren auf einer Internetplattform mit den Kollegen in den anderen Weltstädten. Die Konferenz in Kairo ist die zweite von fünf geplanten Zusammentreffen in den beteiligten Städten, zu denen jeweils Delegierte aus den anderen Teams eingeladen werden. Die nächste Konferenz findet im März in Berlin im Rahmen des Festivals MaerzMusik statt. GLOBAL INTERPLAY wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung, der DaimlerChrysler AG und der Ernst von Siemens Musikstiftung. Pressekontakt: Petra Heinze, Tel: +49. 711. 65 66 315 petraheinze.pr@t-online.de [Seitenanfang] _________________________________ Presseinformation vom 19. Januar 2006 Erste Konferenz des interkulturellen Kompositionsworkshops GLOBAL INTERPLAY in Accra Vom 19. bis 21. Januar findet die erste GLOBAL INTERPLAY-Konferenz in Accra/Ghana statt, bei der sich Teilnehmer verschiedener Kontinente persönlich kennen lernen. Musik der Jahrhunderte hat den interkulturellen Workshop GLOBAL INTERPLAY im Vorfeld des ISCM World New Music Festivals ins Leben gerufen, das sie im Juli mit dem Thema »grenzenlos« in Stuttgart veranstaltet. GLOBAL INTERPLAY richtet sich an angehende Komponisten aus fünf Kulturwelten mit völlig unterschiedlichen Musiktraditionen der afrikanischen, europäischen, arabischen, amerikanischen und chinesischen Welt. Sechs Städte, fünf Länder, vier Kontinente und deren jüngste Komponistengeneration treten in einen interkulturellen Austausch: Seit Mai 2005 treffen sich jeweils ca. acht angehende Komponistinnen und Komponisten in Accra, Beijing/Shanghai, Berlin, Kairo und New York. Betreut von je einem Mentor reflektieren sie die eigenen kulturellen Wurzeln, arbeiten mit den verschiedenen medialen Möglichkeiten zeitgenössischer Komposition, lernen die Kultur der Partner-Teams kennen und diskutieren auf einer Internetplattform mit den Kollegen in den anderen Weltstädten. Auf dem Tagungsprogramm des Kongresses in Accra stehen Praxisworkshops, Konzerte mit traditioneller und zeitgenössischer Musik aus Ghana sowie Vorträge des ghanaischen Komponisten und Musikethnologen Kwabena Nketia, der ebenfalls ghanaischen Komponisten Prof. Willie Anku und Dr. Zabana Kongo, des deutschen Kunsthistorikers und Journalisten Dr. Dietrich Heissenbüttel, der west-afrikanischen Psychologin und Gender Expertin Dr. Grada Kilomba sowie der angehenden Komponisten selbst. Neben den Mitgliedern der Gruppe aus Accra werden Tom Rojo Poller aus Berlin, Todd Tarantino aus New York, Wael Sami aus Kairo, Jia Yao aus Peking und Liu Kun aus Shanghai an der Tagung teilnehmen. Die Konferenz in Accra ist das erste von fünf geplanten Zusammentreffen in den beteiligten Städten, zu denen jeweils Delegierte aus den anderen Teams eingeladen werden. Die nächsten Konferenzen finden im Februar in Kairo und im März in Berlin im Rahmen des Festivals MaerzMusik statt. Global Interplay wird ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung, der DaimlerChrysler AG und der Ernst von Siemens Musikstiftung. [Seitenanfang] _________________________________ Presseinformation vom 20. Dezember 2005 »N[you] Musik in der vernetzten Welt« – Kinder- und Jugendkongress im Rahmen des ISCM World New Music Festival in Stuttgart Im Rahmen des ISCM World New Music Festival in Stuttgart findet zum Thema »N[you] – Musik in der vernetzten Welt« vom 24. bis 28. Juli 2006 ein Kinder- und Jugendkongress in Stuttgart im Umfeld des Theaterhauses statt. Veranstalterin ist Musik der Jahrhunderte in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt. Schülerinnen und Schüler aller Schularten und aller Altersstufen sind eingeladen, an Workshops und Seminaren teilzunehmen, die mit dem Festival und seinem Thema »grenzenlos« eng verbunden sind. Eine Woche lang können sie sich mit den Themen der gegenwärtigen Musik beschäftigen, Konzerte gestalten, Instrumente bauen, komponieren, Klanginstallationen kreieren, mit Komponisten arbeiten. Die Begegnung mit jungen Künstlern aus der ganzen Welt bietet den Kindern und Jugendlichen Einblick in die künstlerische Arbeit im Medienzeitalter. In den begleitenden Konzerten präsentieren sich u. a. die Kongressreferenten sowie Schul- und Musikschulorchester Baden-Württembergs mit der Interpretation prämierter Werke des Wettbewerbs »Neue Musik für Schülerorchester«. Vorträge, die sich vor allem an Erwachsene richten, und offene Proben runden den Kongress ab. Bis zum 17. März 2006 können sich nun Lehrer und Gruppenleiter mit ihren Schulklassen, AGs, Chören oder Instrumentalgruppen zu diesem Kongress anmelden. Weitere Informationen zu Teilnahme und Anmeldung sowie das komplette Programm erhalten Sie unter www.mdjstuttgart.de/n[you]. Das ISCM World New Music Festival findet vom 14. bis 29. Juli 2006 in Stuttgart statt und stellt die zeitgenössische Musik der Kulturen der Welt vor. Der Unterschiedlichkeit dieser Kulturen will das Festival mit dem Thema »grenzenlos« gerecht werden. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der kulturellen Identität: Wie wirken sich die massiven Veränderungen durch die Globalisierung auf den einzelnen Menschen aus? Welche Aufgabe kann die Kunst im Sinne der Identitätsfindung übernehmen? Kann sie dazu beitragen, Verständigungsebenen zwischen Gesellschaften und Kulturen herzustellen und welchen Einfluss haben moderne Kommunikationssysteme auf die Kunst? [Seitenanfang] _________________________________ Presseinformation vom 17. Oktober 2005 ZKM schreibt internationalen Wettbewerb für elektroakustische Musik aus: »Short Cuts: Beauty« Das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) schreibt als Partner des World New Music Festival 2006 in Stuttgart einen »Short Cuts: Beauty« genannten internationalen Wettbewerb für elektronische Musik aus. »Short Cuts: Beauty« sollen einen Einblick in die vielfältigen Konzepte von Schönheit in unterschiedlichen Kulturen vermitteln. Der Wettbewerb richtet sich an musikalisch kreative Menschen in allen Kontinenten und Regionen, die mit dem Computer Musik machen. Es gibt keine Altersbeschränkung. Gesucht sind kurze, 3 bis 8-minütige Stücke, in denen die Künstler ihr Verständnis von Schönheit durch drei Lieblingsklänge darstellen bzw. verarbeiten. Der Fantasie der Komponisten sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sie können Alltagsgeräusche genauso wie Instrumentalklänge, Stimmen oder ganz andere Sounds verwenden. Alle Einsendungen sollen während des Festivals von 14. bis 31. Juli 2006 in Hörstationen im ZKM Karlsruhe und im Medienzentrum des Festivals im Theaterhaus Stuttgart präsentiert werden. Eine Auswahl besonders interessanter und origineller »Short Cuts: Beauty« werden außerdem in der dafür eingerichteten Late-Night-Lounge des Kunstmuseums Stuttgart und im Webradio der Deutschen Gesellschaft für elektroakustische Musik präsentiert. Das World New Music Festival der International Society of Contemporary Music (ISCM) ist ein internationales Forum für die neuesten künstlerischen Projekte und Technologien im Bereich der Neuen Musik und wird sich unter dem Titel »Grenzenlos« mit den un-/ begrenzten Möglichkeiten der medialen und interkulturellen Kommunikation im Zeitalter der Globalisierung beschäftigen. Veranstalter ist Musik der Jahrhunderte in Zusammenarbeit mit der deutschen Gesellschaft für Neue Musik und zahlreichen anderen Kooperationspartnern im In- und Ausland. Weitere Infos zu den Teilnahmebedingungen unter www.zkm.de/musik . Einsendeschluss ist der 15. Juni 2006. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. [Seitenanfang] ____________________________ Presseinformation vom 8. Juni 2005 GLOBAL INTERPLAY Ein interkultureller Kompositions-Workshop in fünf Weltstädten Juni 2005 bis Juli 2006 In Accra, Berlin, Kairo, New York und Peking/Shanghai Musik der Jahrhunderte will im Vorfeld des World New Music Festivals Komponisten und Musiker in der ganzen Welt anregen, sich über ihr unterschiedliches künstlerisches Selbstverständnis auszutauschen. Ein wichtiger Baustein ist dabei das Projekt GLOBAL INTERPLAY. Es richtet sich an angehende Komponisten aus fünf Kulturwelten mit völlig unterschiedlichen Musiktraditionen der afrikanischen, europäischen, arabischen, amerikanischen und chinesischen Welt. Der Kompositions-Workshop findet zwischen Juni 2005 und Juli 2006 zeitgleich in Accra (Ghana), Berlin, Kairo, New York und Peking/Shanghai statt. Die Teilnehmer erhalten Kompositionsunterricht, lernen ihre eigenen kulturellen Wurzeln und die Kultur der Partner-Teams kennen und arbeiten mit den verschiedenen medialen Möglichkeiten zeitgenössischer Komposition. Gleichzeitig gehen sie einen Diskurs ein mit den Kollegen der anderen Teams. Dabei stehen neben spezifischen kompositionstechnischen Themen auch Fragen zu Interkulturalität und kultureller Identität im Zentrum. Höhepunkte dieser Diskurse werden fünf Konferenzen in diesen fünf gastgebenden Weltstädten sein, zu denen jeweils Delegierte aus allen Teams eingeladen werden, um einen persönlichen Kontakt der jungen Komponisten untereinander zu ermöglichen. Am Ende des interkulturellen »Spiels« steht ein Kompositionswettbewerb, dessen Gewinner-Projekte beim World New Music Festival im Juli 2006 in Stuttgart uraufgeführt werden. Von jedem der fünf Teams wird dabei mindestens ein Beitrag zu hören sein. Die Mentoren der Teams sind Grenzgänger zwischen verschiedenen Kulturen: Die nigerianische Komponistin Nkeiru Okoye lebt und unterrichtet in den USA, Walter Zimmermann aus Berlin arbeitet seit Jahren mit Techniken unterschiedlichster Kulturen, der Ägypter Amr Okba lebte und studierte in Italien und Österreich, der argentinische Komponist Marcelo Toledo arbeitet in New York und die beiden chinesischen Komponisten Wenchen Qin und Shirui Zhu haben jeweils einige Jahre des Studiums in Deutschland verbracht. Das Ziel von GLOBAL INTERPLAY ist, Künstler zu einer bewussten Position innerhalb ihrer Kultur und ihrer Gesellschaft herauszufordern, einen Diskurs über das zeitgenössische Kunstschaffen und über Komposition anzuregen und diesen Diskurs zwischen verschiedenen Kulturen in der Welt zu eröffnen. Das ISCM World New Music Festival wird durch GLOBAL INTERPLAY mit zahlreichen Musikkulturen konfrontiert, die sich nicht unmittelbar auf eine europäische Ästhetik beziehen. Damit soll einem gleichberechtigten »Wechselspiel« (Interplay) der Kulturen im Sinne einer »gesunden« globalisierten Welt Rechnung getragen werden. GLOBAL INTERPLAY wird damit zum wichtigsten Baustein des Festivals im Blick auf das Thema: »grenzenlos«. [Seitenanfang] ____________________________ Presseinformation vom 8. Juni 2005 grenzenlos Das ISCM World New Music Festival 2006 14. bis 30. Juli 2006, Stuttgart Im Auftrag der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik ISCM veranstaltet Musik der Jahrhunderte im Sommer 2006 das World New Music Festival. Vom 14. bis 30. Juli 2006 finden im Theaterhaus Stuttgart, dem Sitz und Spielort von Musik der Jahrhunderte, aber auch in zahlreichen weiteren Veranstaltungsstätten Stuttgarts und der Umgebung sowie »open air« ca. 60 Veranstaltungen statt: Konzerte, Musiktheater, Performances, Installationen und Workshops zur zeitgenössischen Musik. Musik der Jahrhunderte wählte für das internationale Festival, bei dem Musiker und Komponisten aus über 50 Ländern der Welt teilnehmen werden, den Titel »grenzenlos«. Damit will sie der Vielfalt dieser unterschiedlichen Kulturen Rechnung tragen. »grenzenlos« hat eine politische Dimension. Es bezieht sich auf die Situation von Kunst in einer sich durch Globalisierung rapide verändernden Welt und stellt die Frage nach der kulturellen Identität: Wie wirken sich diese Veränderungen auf den einzelnen Menschen aus? Welche Aufgabe kann Kunst im Sinne der Identitätsfindung übernehmen? Welche Funktion kommt der Kunst in den unterschiedlichen Kulturen zu? Kann sie dazu beitragen, bestehende Grenzen zwischen Menschen oder Gesellschaften zu überwinden? Welche Grenzen muss ein Künstler für sich selbst definieren? Weltweit wird eine junge Künstlergeneration herausgefordert, zu den Fragen von Interkulturalität, von grenzenloser Kommunikation und Internet, von neuen Technologien eine künstlerische Position zu beziehen. Bereits der Kompositionswettbewerb, der wie in jedem Jahr von der ISCM zum World New Music Festival veranstaltet wird, widmet sich dieser Fragestellung. Eine Internationale Jury unter dem Vorsitz von Wolfgang Rihm und Hans-Peter Jahn mit den Juroren George Benjamin, Unsuk Chin, Pascal Dusapin, Julio Estrada, Olga Neuwirth und Vladimir Tarnopolsky wählt bis Mitte Juli 2005 aus hunderten Einsendungen aus aller Welt die Werke aus, die die Grundlage des Festivalprogramms bilden werden. Über diesen obligatorischen Teil hinaus gibt es eine »Kür«. Musik der Jahrhunderte hat drei Aufträge für Musiktheaterwerke erteilt an den mexikanischen Komponisten Julio Estrada, die Irin Jennifer Walshe und den iranischen Regisseur Hamed Tahiri, der ein politisch ambitioniertes Projekt entwickeln wird. Das Forum Neues Musiktheater und die Staatsoper Stuttgart steuern vier weitere Produktionen bei. Damit wird das Musiktheater zum wichtigsten Schwerpunkt des Festivals. Darüber hinaus gibt es Klangkunst-Projekte, Installationen und Performances. Der Berliner Klangkunst-Experte Carsten Seiffarth entwickelt zusammen mit internationalen Künstlern einen »Klangpark« auf dem Killesberg, das Projekt »Stadtklänge«, das Klänge aus fünf Weltstädten in Echtzeit nach Stuttgart transportiert und die »Klangstadt«, die in U-Bahn-Haltestellen, Fußgängerzonen und anderen öffentlichen Stellen zu erleben sein wird. Zahlreiche Schülerprojekte entstehen in Zusammenarbeit mit Komponisten und Lehrern aller Schularten aus dem Großraum Stuttgart. Viele Schulen nutzen die Projektwochen kurz vor den Sommerferien, um sich am Festival mit Konzerten und Musiktheateraufführungen zu beteiligen. Musik der Jahrhunderte hat eigens einen Kompositionswettbewerb für Werke für Schülerorchester ausgeschrieben, die beim Festival uraufgeführt werden sollen. Ein herausragendes Projekte ist dabei das Konzert des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums zusammen mit Partnerschulen in Kairo und St. Louis Obispo, die drei Werke eines deutschen, eines arabischen und einer amerikanischen Komponistin uraufführen werden. Ein zentrales Projekt ist der Kompositionsworkshop GLOBAL INTERPLAY, der bereits im Juni 2005 beginnt. Das interaktive und interkulturelle »Spiel« junger angehender Komponisten wird zeitgleich in fünf Weltstädten durchgeführt: In Accra (Ghana), Berlin, Kairo, New York und Peking/Shanghai. Eine Auswahl der Werke, die während dieses interkulturellen Workshops entstehen, werden im World New Music Festival 2006 uraufgeführt. Musik der Jahrhunderte veranstaltet das Festival in Kooperation mit zahlreichen Partnern in der Stadt Stuttgart und in Baden-Württemberg. Neben der Staatsoper bringt sich der SWR mit seinen Klangkörpern als »Ensembles in Residence« ein. Weitere Projekte entstehen in Zusammenarbeit mit der Akademie Schloss Solitude, der Musikhochschule, der Kunstakademie und dem Kunstverein. Spielorte sollen auch das Institut Français und das neue Kunstmuseum am Schlossplatz sein. Das ZKM und das Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung sind ebenso beteiligt wie die verschiedenen Ensembles des Landes, unter anderem das ensemble recherche Freiburg und das Ensemble Ascolta. Und schließlich spielen auch die Neuen Vocalsolisten als das Hausensemble der Musik der Jahrhunderte eine tragende Rolle bei drei großen Projekten des Festivals. |
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